Berliner Designerinnen formen die Schmucktrends der Hauptstadt
Berliner Designerinnen formen die Schmucktrends der Hauptstadt, Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

Die Hauptstadt zeigt seit Jahren eine zunehmend dynamische Schmuckszene. Zahlreiche Ateliers produzieren hochwertige Stücke, die internationale Aufmerksamkeit erhalten. Acht Designerinnen prägen diesen Markt durch präzise Handwerkskunst, vielfältige Materialien und klare Gestaltungsansätze. Ihre Arbeiten reichen von unbearbeiteten Goldnuggets über Halbedelsteine bis zu konzeptuellen Formen. Berlin bietet ihnen ein Umfeld, in dem Kreativität, global beschaffte Ressourcen und nachhaltiges Arbeiten zusammenfließen.

Inhaltsverzeichnis:

Sabrina Dehoff und Fox ring

Sabrina Dehoff gründete ihr Label im Jahr 2006 und arbeitet seitdem an der Schnittstelle von Kunst, Mode und Handwerk. Ihre Entwürfe verbinden verspielte Leichtigkeit mit klaren Linien. Der bekannte Fox Ring zählt zu ihren wichtigsten Arbeiten. Dieser Ring besteht aus einer eckigen Form, ist entweder mit 23 Karat vergoldet oder versilbert und besitzt einen Kristall in der Form eines Fuchskopfes. Der Preis liegt bei etwa 150 Euro.

Im Atelier in der Auguststraße 26a in Berlin-Mitte entstehen alle Designs. Die Kollektionen umfassen sowohl Echtschmuck mit Diamanten als auch Modeschmuck. Die Silhouetten bleiben ungewöhnlich und zugleich alltagstauglich. Das Label gehört heute zu den prägenden Namen der Berliner Schmuckszene und wird über www.sabrinadehoff.com vertrieben.

Einblick in weitere kreative Entwicklungen der Hauptstadt bietet berlins-mode-jenseits-des-mainstreams, das thematische Verbindungen zur gestalterischen Vielfalt Berlins zeigt.

Avgvst und Natalia bryantseva

Avgvst wurde 2015 von Natalia Bryantseva gegründet. Nach dem Umzug nach Berlin im Jahr 2019 entwickelte sich das Label von einem kleinen Atelier zu einem internationalen Unternehmen mit Flagship-Store, Onlineshop und globalen Vertriebspartnern. Der Standort in der Alten Schönhauser Straße 27 verbindet Boutique, Tattoo-Studio und einen begrünten Innenbereich.

Die Produktion erfolgt in Responsible Jewellery Council zertifizierten Manufakturen in Deutschland und Thailand. Die Edelsteine stammen aus Italien, Thailand und China. Diamanten werden aus Botswana bezogen. Die Gestaltung bewegt sich zwischen Femininität und Maskulinität, Tradition und Zukunft sowie Minimalismus und Opulenz.

Die Kollektion Eclipse zeigt Formen, die außerirdisch wirken. Eine Zusammenarbeit mit Crosby Studios bietet Charms wie Hände, Handys, Zahnbürsten oder Sonnenbrillen ab 40 Euro. Alle Kollektionen beziehen Impulse aus Architektur, Tanz, Musik, Poesie und Kunst. Vertrieben wird über www.avgvstjewelry.com.

Weitere Entwicklungen im Kontext des Berliner Modemarkts finden sich unter modemetropole-berlin-ein-ueberblick-ueber-den-modemarkt-der-hauptstadt.

Prum und Anna tunikova

PRUM steht für Project Under Maintenance und wurde von Anna Tunikova gegründet. Ihre Erfahrung im Grafikdesign prägt die klare visuelle Sprache des Labels. Das Unternehmen fertigt seine Schmuckstücke aus kleinen, bewusst beschafften Materialmengen. Viele Steine stammen aus Restbeständen oder eingelagerten Beständen.

Die Serie Fragments umfasst Stücke aus Halbedelsteinen wie Onyx, Karneol, Jaspis und Rhodonit. Alle Modelle werden als tragbare Kunstfragmente konzipiert. Sie lassen sich einzeln oder kombiniert tragen. Die Marke richtet sich an Frauen, die Schmuck als Ausdruck ihrer Persönlichkeit wählen. PRUM wird über www.projectundermaintenance.com vertrieben.

Ouverture und Kris ter-ghazaryan

Kris Ter-Ghazaryan gründete Ouverture 2020 in Berlin. Die Designerin erkannte eine Marktlücke für hochwertigen, aber erschwinglichen Schmuck. Die Idee entstand, als sie ihren Verlobungsring umgestalten wollte und kein entsprechendes Design fand. Während des Lockdowns 2020 wurde Schmuck zunehmend sichtbar, da Accessoires wie Handtaschen in digitalen Meetings kaum eine Rolle spielten.

Die Entwürfe bestehen aus zertifiziertem, ethisch gewonnenem 14-karätigem Gold und konfliktfreien Diamanten. Gefertigt wird in Armenien. Heute sind die Designs etwas größer und auffälliger als zu Beginn. Das Label besitzt einen Standort in der Bergstraße 22 und ist über www.ouverture-studio.com erhältlich.

Vieri und Guya merkle

Die Entstehung des Labels Vieri Fine Jewellery geht auf die Erfahrungen von Guya Merkle in einer Goldmine in Peru zurück. Dort beobachtete sie die Arbeitsbedingungen im Rohstoffabbau. Diese Eindrücke führten zu einer klaren Entscheidung: Vieri verwendet seit 2015 ausschließlich zertifiziertes Recyclinggold mit vollständiger Rückverfolgbarkeit.

Zusätzlich engagiert sich die Gründerin mit der Earthbeat Foundation für bessere Bedingungen im Goldabbau. Das zentrale Motiv der Marke ist eine stilisierte Wolke, die in Ringen, Ketten und Ohrringen verwendet wird. Der Vertrieb erfolgt über www.vieri.com.

Dear darling und Lisa zaiser

Dear Darling Berlin wurde 2020 gegründet. Die Birthstone Collection besteht aus zwölf Ringen mit jeweils einem Monatsstein. Der Rubin steht für Juli und symbolisiert Themen wie Liebe und Vitalität. Der Amethyst des Februars gilt als Zeichen für Ruhe und Klarheit.

Das Label verwendet recyceltes Gold aus deutschen Scheideanstalten und setzt auf fair beschaffte oder im Labor hergestellte Diamanten. Ziel ist die Verbindung aus persönlichem Schmuck und nachhaltigen Ressourcen. Der Vertrieb erfolgt über www.deardarling.berlin.

Felicitas seidler und architektur

Felicitas Seidler arbeitete zunächst in der Architektur. Seit 2008 führt sie ein Studio in der Schröderstraße 14 in Berlin-Mitte. Ihre Entwürfe basieren auf klaren Linien, strukturellem Denken und räumlicher Präzision. Viele Modelle entstehen im 3D-Druck und werden in kleinen Auflagen gefertigt.

Saisonunabhängige Kollektionen bleiben mehrere Jahre im Sortiment. Individuelle Anfertigungen spielen eine wichtige Rolle. Die Designs verbinden moderne Technologie mit traditionellem Handwerk. Der Vertrieb erfolgt über www.felicitasseidler.com.

Golpira und Goldnuggets

Gisa Golpira wuchs im peruanischen Regenwald auf. 2014 gründete sie ihr Label. Eine Kette mit dem ersten Goldnugget, den ihre Mutter fand, bildete die Grundlage ihrer Arbeit. Ihre Stücke bestehen ausschließlich aus unbearbeiteten Goldnuggets aus Papua-Neuguinea, Australien und Südamerika.

Die Nuggets werden weder gehämmert noch poliert. Jedes Stück behält seine natürliche Form. Der Abbau erfolgt ohne Quecksilber und Zyanid. Die Fertigung findet in Deutschland statt. Verpackungen bestehen aus Recyclingmaterial. Der Vertrieb erfolgt über www.golpira.de.

Eine thematisch passende Ergänzung zur nachhaltigen Ausrichtung findet sich unter nachhaltige-mode.

Berlin zeigt mit diesen acht Designerinnen ein breites Spektrum an zeitgenössischem Schmuckdesign, das handwerkliche Präzision, globale Materialien und verantwortliche Produktion vereint.

Überprüfe die Standorte der Juweliergeschäfte in Berlin auf Google Maps:

Karte: Google Maps

Quelle: Berliner Zeitung, Patioznet

FAQ

Welche Designerinnen gehören zur zeitgenössischen Schmuckszene Berlins?

Zur aktuellen Berliner Schmuckszene zählen acht Designerinnen: Sabrina Dehoff, Natalia Bryantseva von Avgvst, Anna Tunikova von PRUM, Kris Ter-Ghazaryan von Ouverture, Guya Merkle von Vieri, Lisa Zaiser von Dear Darling Berlin, Felicitas Seidler sowie Gisa Golpira.

Wo befinden sich die wichtigsten Schmuckateliers in Berlin?

Wesentliche Standorte sind Berlin-Mitte, darunter die Auguststraße 26a für Sabrina Dehoff, die Alte Schönhauser Straße 27 für Avgvst sowie die Schröderstraße 14 für das Studio von Felicitas Seidler. Weitere Labels vertreiben online oder arbeiten in kleinen lokalen Werkstätten.

Welche Materialien werden von Berliner Designerinnen bevorzugt verwendet?

Die Designerinnen nutzen 14-karätiges Gold, Recyclinggold, konfliktfreie Diamanten, Halbedelsteine wie Onyx, Karneol, Jaspis, Rhodonit sowie unbearbeitete Goldnuggets aus zertifiziertem Abbau. Viele Marken setzen zudem auf ethisch gewonnene oder im Labor gezüchtete Steine.

Welche Marken arbeiten ausschließlich mit nachhaltigen Materialien?

Vieri verwendet zertifiziertes Recyclinggold, Ouverture nutzt ethisch gewonnenes 14-karätiges Gold, Dear Darling Berlin verarbeitet recyceltes Gold aus deutschen Scheideanstalten und Golpira arbeitet mit ökologisch zertifizierten Goldnuggets ohne Quecksilber und Zyanid.

Wo kann man die Schmuckstücke der Designerinnen erwerben?

Die Stücke sind online über die Websites der Labels erhältlich, darunter sabrinadehoff.com, avgvstjewelry.com, ouverture-studio.com, vieri.com, deardarling.berlin und golpira.de. Einige Designerinnen besitzen zudem eigene Ateliers oder Stores in Berlin.

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