Die Berliner Fashion Week zeigt sich erneut im Wandel. Zwischen neuen Orten, offenen Formaten und klaren Vorgaben rückt die Winterausgabe stärker an die Öffentlichkeit. Vom 30. Januar bis 2. Februar finden 42 Show- und Präsentationsformate in Berlin statt. Nachhaltigkeit bestimmt die Auswahl. Teilnahme ist nur mit entsprechendem Nachweis möglich. Mehr zur Entwicklung der Modewoche zeigt ein Überblick zur Berlin Fashion Week.
Inhaltsverzeichnis
- Nachhaltigkeit und Fashion Council Germany
- Raum Berlin und Potsdamer Platz
- Esther Perbandt und neue Präsentationsformen
- Damur, Danny Reinke und ungewöhnliche Orte
- Öffentliche Ausstellungen und bekannte Gäste
Nachhaltigkeit und Fashion Council Germany
Alle beteiligten Designerinnen und Designer müssen belegen, dass ihre Kollektionen nachhaltig produziert werden. Damit setzt die Modewoche verbindliche Standards. Veranstalter ist der Fashion Council Germany unter der Leitung von Christiane Arp, ehemalige Chefredakteurin der deutschen Vogue. Parallel zur Modewoche organisiert der Verband das Dialogformat Methamorphosis. Dort geht es um strukturelle Probleme der Branche, um Marktveränderungen und wirtschaftlichen Druck. Der Fokus auf nachhaltige Mode prägt die gesamte Veranstaltung.
Die Berliner Modetage verfolgen zudem ein klares Ziel. Lokale Talente erhalten mehr Sichtbarkeit. Präsentationsflächen werden erweitert. Der Fokus liegt auf neuen Namen aus der Hauptstadt.
Raum Berlin und Potsdamer Platz
Zum zweiten Mal findet Raum Berlin statt. Das Format bewegt sich zwischen Modenschau und interaktiver Installation. Drei Tage lang präsentieren ausgewählte Designerinnen und Designer ihre Arbeiten im Atrium am Potsdamer Platz. Der Zugang ist öffentlich.
Mit dabei ist Maximilian Gedra, dessen Entwürfe von Doja Cat und Lady Gaga getragen wurden. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er durch ein Kleid aus 26.000 Sicherheitsnadeln. Die Präsentation zeigt Einzelstücke, Details und Materialien aus nächster Nähe.
Auch Esther Perbandt ist Teil des Formats. Ihre neue Kollektion orientiert sich an der Berliner Ausstellung Dark Matter. Kreise, Schlitze und Licht stehen im Mittelpunkt. Schwarze Hosen, Röcke und Kleider prägen das Bild. Die Schnitte sind komplex. Die Stücke sind für Frauen und Männer tragbar.
Esther Perbandt und neue Präsentationsformen
Klassische Laufstegshows werden seltener. Stattdessen entstehen hybride Konzepte aus Ausstellung und Performance. Esther Perbandt setzt auf eine performative Installation. Sie inszeniert ihre Mode als lebendige Gemälde.
Nach 22 Jahren im Geschäft beschreibt sie eine angespannte Marktlage. Kaufzurückhaltung ist spürbar. Auch die Zollpolitik der USA wirkt sich direkt auf ihr Geschäft aus. US-amerikanische Kundschaft gehe verloren. Bekanntheit erlangte sie dort durch die von Amazon produzierte Sendung Making the Cut. Der Blick richtet sich nun stärker nach Japan. Im November reiste sie nach Tokio.
Damur, Danny Reinke und ungewöhnliche Orte
Der Designer Damur wählt einen besonderen Rahmen. Er lädt zu einem Fashion Spa Day ins Kreuzberger Liquidrom. Der Dresscode besteht aus Badehose und Badeanzug. Mode und Raum verschmelzen.
Danny Reinke präsentiert seine Kollektion im Neuland. Die ehemalige Tabakfabrik liegt in Neukölln. Gezeigt werden Roben aus Tüll. Die Farbpalette wechselt von Hellblau zu Graugrün. Ein Pullover aus recycelten Materialien ist selbst gewebt und erinnert an Baumrinde mit Moos. Die Kollektion wirkt wie ein Gang durch den Wald.
Öffentliche Ausstellungen und bekannte Gäste
Die Berliner Fashion Week öffnet sich weiter. Viele Veranstaltungen sind frei zugänglich. Im Berliner Salon in der Gemäldegalerie werden neue Talente ausgestellt. Zwei zusätzliche Ausstellungen ergänzen das Programm. Fashion x Craft Echoes of Tomorrow sowie Gallery Looks Fashion Staging at the Gemäldegalerie.
Auch Raum Berlin ist öffentlich. In der Platte Berlin am Alexanderplatz eröffnet Sven Marquardt den Next Generation Pop Up Store. Gezeigt wird eine Fotoausstellung zur Berliner Modeszene. Weitere Einblicke bietet mehr hier.
Abseits der Präsentationen sorgt die Front Row für Aufmerksamkeit. Georgia May Jagger wird gemeinsam mit ihrer Mutter Jerry Hall zur Show von Marc Cain erwartet. Die Veranstaltung findet im Funkhaus in der Nalepastraße statt. Berlin bleibt damit Treffpunkt für Mode, Kunst und internationale Namen.
FAQ
Wann findet die Berliner Fashion Week statt?
Die Winterausgabe der Berliner Fashion Week läuft vom 30. Januar bis zum 2. Februar und umfasst insgesamt 42 Show- und Präsentationsformate.
Welcher thematische Schwerpunkt prägt die Modewoche?
Der zentrale Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit, wobei alle teilnehmenden Designerinnen und Designer eine nachhaltige Produktion nachweisen müssen.
Wer organisiert die Berliner Fashion Week?
Die Veranstaltung wird vom Fashion Council Germany unter der Leitung von Christiane Arp organisiert.
Was ist das Format Raum Berlin?
Raum Berlin ist ein Präsentationsformat zwischen Modenschau und interaktiver Installation, das im Atrium am Potsdamer Platz stattfindet.
Welche Designer sind bei Raum Berlin vertreten?
Zu den teilnehmenden Designerinnen und Designern gehören unter anderem Maximilian Gedra und Esther Perbandt.
Warum gibt es weniger klassische Modenschauen?
Klassische Laufstegshows werden zunehmend durch hybride Konzepte ersetzt, da diese weniger aufwendig sind und Ausstellung sowie Performance verbinden.
Sind Veranstaltungen der Fashion Week öffentlich zugänglich?
Viele Formate wie Raum Berlin, der Berliner Salon in der Gemäldegalerie und verschiedene Ausstellungen sind öffentlich zugänglich.
Welche bekannten Gäste werden erwartet?
Zur Berliner Fashion Week werden unter anderem Georgia May Jagger und Jerry Hall zur Show von Marc Cain im Funkhaus in der Nalepastraße erwartet.
Quelle: RBB24, MILEKCORP





