Nach regenreichen Wochen kehrt nun der Sommer in die Hauptstadt zurück. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen auf über 25 Grad, und ab Montag sagen Wetterdienste fast durchgehend Sonnenschein voraus. Mit der Wärme verändert sich jedoch auch das Straßenbild Berlins deutlich. Die leichten Kleidungsstücke ersetzen die Regenjacken und Stiefel – jedoch nicht immer mit modischem Fingerspitzengefühl. Besonders einige wiederkehrende Trends sorgen dabei für Aufsehen.
Die internationale Trendforscherin Lidewij Edelkoort stellte auf der Messe Modefabriek in Amsterdam ihre umfassende Prognose für die Mode im Herbst und Winter 2026/27 vor. Ihre Vision zeichnet sich durch Rückbesinnung auf Konvention, funktionale Handwerkskunst und schützende Kleidung aus. Der Fokus liegt auf gut konstruierter, konservativer Kleidung mit architektonischer Struktur, kombiniert mit natürlichen Materialien wie Wolle, Baumwolle und Fell. Einige klare Trends heben sich ab und deuten auf einen tiefgreifenden Wandel im Modeverständnis hin.
Am 10. Juli 2025 präsentierten Absolventinnen und Absolventen der Modeschule Berlin im Napoleon Komplex ihre Abschlusskollektionen – 63 Looks voller Ideenreichtum und Vielfalt. Der Veranstaltungsort in Berlin-Friedrichshain bot mit seinem industriellen Flair die perfekte Bühne für ein modisches Gesamterlebnis. Die Modenschau mit dem Titel „IT’S TIME“ war innerhalb weniger Tage ausverkauft. Die Tickets kosteten 12 Euro.
Vintage-Shopping in Berlin ist kein Geheimtipp mehr. Doch in der Vielfalt der Secondhand-Angebote den Überblick zu behalten, ist nicht immer leicht. In der Hauptstadt haben sich inzwischen mehrere Boutiquen etabliert, die durch sorgfältig kuratierte Stücke, besondere Einrichtung und persönliche Geschichten herausstechen. Fünf Orte bieten nicht nur nachhaltige Mode, sondern auch echtes Stilbewusstsein.
Im Berliner Stadtteil Neukölln wächst ein Modeprojekt, das mit Ideen, Präzision und klarer Vision an die Spitze der Hauptstadtlabels vorgestoßen ist. Das Label Haderlump, gegründet während der Corona-Pandemie, produziert in einem alten Gewerbehof in der Juliusstraße auf 160 Quadratmetern seine Entwürfe. Dahinter stehen zwei Männer: der Modedesigner Johann Ehrhardt und der Ökonom Julius Weißenborn. Gemeinsam formen sie eine kreative und unternehmerische Doppelspitze – mit einem Plan, der weit über einfache Kreativität hinausgeht.